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Rassismus im Sport muss geächtet werden: DOG Berlin unterstützt klare Linie des Landessportbundes gegen Verharmlosung

Zur strikten Abgrenzung des Landessportbundes Berlin (LSB Berlin) gegenüber Rassismus im Sport erklärt der Präsident der Deutsch Olympischen Gesellschaft (DOG) Berlin, Dr. Richard Meng:


"Die aktuelle Debatte zeigt, wie wichtig klare Haltung ist. Im Sport gibt es Wichtigeres als Ergebnisse und Einzelleistungen: Das sind die Werte, für die der Sport steht. Die DOG unterstützt deshalb ausdrücklich die eindeutige Klarstellung des Landessportbundes, nachdem  ein Mitglied der wissenschaftlichen Kommission in einem Beitrag betont hatte, dass Profisportler Rassismus wie andere Beleidigungen aushalten müssten.


Viel zu lange hat es hier eine Grauzone gegeben, die tatsächlich dazu führte, dass Rassismus im Sportalltag vielfach auf eine Stufe mit Spott, Häme oder sonstigen Beleidigungen gestellt wurde. Rassistische Affenlaute, aber auch andere negative Äußerungen von Zuschauern sowie direkte rassistische Beleidigungen auf dem Spielfeld wurden zu lange hingenommen. Auch das hat dazu beigetragen, das Gift der Ausgrenzung in unsere Gesellschaft zu tragen. Rassismus ist eben nicht eine von vielen Formen aggressiver Unfairness, sondern Rassismus zerstört die Basis unseres Zusammenlebens.


Deshalb muss es im Sport in Zukunft eine ganz klare und eindeutige Ächtung rassistischer Beleidigungen geben. Hier geht es darum, dass Rassisten den Boden der gemeinsamen Werte verlassen. Es ist gut, dass die Spitze des Landessportbundes Berlin hier Haltung zeigt. Und es wird in Zukunft wichtig sein, dass auch die Schiedsrichter und Sportgerichte noch deutlicher durchgreifen. Wer andere rassistisch beleidigt, gefährdet den Sport und hat im Sport nichts zu suchen. Deshalb ist es auch richtig, in extremen Fällen rassistische Täter dauerhaft auszuschließen bzw. zu sperren, aber auch Sportereignisse vorzeitig abzubrechen."

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Veröffentlichung

Sa, 29. Februar 2020

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