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Jubiläum: Seit 70 Jahren im Einsatz für die Werte des Sports

Die letzte Minute des Handballspiels läuft. Die Heimmannschaft liegt mit einem Treffer zurück, ist im Angriff, wird aber kurz vor dem Tor durch ein Foul gestoppt. Die Schiedsrichter ahnden das mit einer Zwei-Minuten-Strafe für den Gegner. Doch der gefoulte Spieler erklärt den Referees, dass es ein normaler, kein unfairer Zweikampf war. Die Strafe wird zurückgenommen, die Überzahl ist dahin und das Spiel geht verloren. Viel wichtiger ist aber: Das Fair Play hat gewonnen.

 

Solche Werte sind es, für die sich die Deutsche Olympische Gesellschaft Landesverband Berlin (DOG Berlin) seit ihrer Gründung am 29. Mai 1951 einsetzt. „Heute wie vor 70 Jahren bilden Werte die Wurzeln einer Gesellschaft, sie verbinden und prägen das Miteinander in unserer Stadt. Im Sport kommen sie ganz besonders zur Geltung, hier werden sie gelebt und vermittelt, hier entstehen Vorbilder. Das reicht von Fairness über Respekt und Teamgeist bis hin zur Völkerverständigung. Zugleich lernt man im und durch Sport, Spaß an der eigenen Leistung zu entwickeln und mit Niederlagen angemessen umzugehen“, so Richard Meng, Präsident der DOG Berlin. „Sport ist immer auch ein Teil Lebensschule.“

 

Aufgabe der DOG ist es, für die Werte des Sports und die Olympische Idee zu werben, Kinder und Jugendliche für Bewegung zu begeistern sowie Brücken zwischen Sport und Gesellschaft zu bauen und den Dialog zu fördern. „In einer faszinierenden Stadt wie Berlin, in der sportliche Spitzenleistungen ebenso zu Hause sind wie ein lebendiger Breiten- und Vereinssport, ist das besonders spannend“, so Meng. Und erst recht in Zeiten der Pandemie sei es wichtig, die Idee des sportlichen Wettbewerbs als Teil der Lebenskultur hochzuhalten und Impulse für eine gute Zukunft des gesamten Sports zu geben.

 

Dazu gehöre auch die ernsthafte Debatte über eine Bewerbung der Stadt um Olympische und Paralympische Spiele. „Der Berliner Sport braucht dieses faszinierende Ziel. Sollte sich die Chance eröffnen, müssen wir bereit sein und versuchen, Olympia und Paralympics für Deutschland nach Berlin zu holen. Ich bin mir sicher: Der Einsatz lohnt sich.“ Dabei gehe es auch darum, die problematischen Seiten der heutigen Olympiapraxis kritisch und breit zu diskutieren – so wie es die DOG Berlin in der Vergangenheit auch schon bei anderen Fehlentwicklungen im Sport regelmäßig gemacht habe. Richard Meng: „Ob Gigantismus, Korruption oder Doping: Wir legen den Finger in die Wunde und mahnen, denn die DOG ist seit jeher das gute Gewissen des Sports und Anwältin der olympischen Werte. Das soll und wird so bleiben.“

 

Um ihre Ziele zu erreichen, setzt die DOG Berlin auf vielfältige Aktionen, Projekte und Veranstaltungen. So unterstützt sie Sport- und Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche unterstützt, zeichnet faires Verhalten im Breiten- und Profisport aus, bringt Schülern, Studenten und jungen Erwachsenen die olympischen Werte näher, veranstaltet den Fair-Play-Lauf und thematische Gesprächsrunden, knüpft ein Netzwerk ehemaliger Olympioniken und Paralympioniken, verleiht den Berliner Amateursportpreis und bringt sich in Diskussionen zu aktuellen sportpolitischen Themen ein. Getragen wir die DOG Berlin von vielen ehrenamtlichen Unterstützer, sportbegeisterten Mitgliedern sowie Förderern aus Sport, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Dazu zählen etwa Lotto Berlin, die AOK Nordost, die Keller-Budenberg-Stiftung oder der Rotary Club Berlin-Zitadelle.

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Veröffentlichung

Sa, 29. Mai 2021

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