DOG Berlin bedauert Rückzug der Berliner Olympiabewerbung
Der Landesverband Berlin der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG Berlin) nimmt den Rückzug der Berliner Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele mit großem Bedauern zur Kenntnis. Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen ist dieser Schritt tragisch, jedoch nachvollziehbar.
Die DOG Berlin gehörte von Beginn an zu den Unterstützern des Konzepts Berlin+ und hat sich als beständiger Partner der Kampagne „Wir … für die Spiele“ aktiv dafür eingesetzt, die Chancen und Potenziale Olympischer und Paralympischer Spiele für die Hauptstadtregion sichtbar zu machen. Für die DOG Berlin standen dabei nie allein die sportlichen Wettkämpfe im Mittelpunkt. Vielmehr ging es um die gesellschaftliche Kraft, die von Olympischen und Paralympischen Spielen ausgehen kann: Menschen begeistern, Werte vermitteln, Gemeinschaft stiften und Impulse für eine aktive und bewegte Gesellschaft setzen.
„Wir haben von Anfang an daran geglaubt, dass Berlin und die beteiligten Regionen mit dem Konzept Berlin+ eine außergewöhnliche olympische und paralympische Geschichte schreiben können. Olympische und Paralympische Spiele sind weit mehr als Medaillen und Wettkämpfe. Sie können ein Feuer entfachen – für Sport, für Vielfalt, für Zusammenhalt und für eine bewegte Gesellschaft. Umso mehr schmerzt es, dass dieses Feuer nun nicht nach Berlin kommen wird. Das ist ein Moment großer Enttäuschung für viele Menschen, die sich mit Herzblut für diese Vision eingesetzt haben“, erklärt Christopher Krähnert, Präsident der DOG Berlin.
Aus Sicht der DOG Berlin wäre die Bewerbung eine große Chance gewesen, Menschen aller Generationen für Bewegung, Sport und gesellschaftliches Engagement zu begeistern. Olympische und Paralympische Spiele können Vereine stärken, Ehrenamt fördern und nachhaltige Impulse für ein aktiveres und gesünderes Leben setzen. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt und körperliche Aktivität zunehmend an Bedeutung verlieren, wäre dies ein starkes Signal gewesen.
Gleichzeitig betont die DOG Berlin, dass Rückschläge zum Sport dazugehören und mit Fairness und Respekt angenommen werden müssen. „Wer sich zum Sport bekennt, weiß auch: Nicht jeder Wettkampf endet mit einem Sieg. Niederlagen gehören dazu. KölnRheinRuhr und München haben starke Konzepte vorgelegt. Wir wünschen beiden Kandidaturen viel Erfolg. Für uns bleibt das große Ziel unverändert: Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland zu holen. Wir werden weiterhin alles daransetzen, die olympischen und paralympischen Werte in die Gesellschaft zu tragen und für Fair Play, Teamgeist, Leistung, Völkerverständigung und eine bewegte Gesellschaft zu werben. Gerade in diesen Zeiten braucht unser Land mehr denn je das, wofür die olympische Idee steht“, so Christopher Krähnert weiter.
Unabhängig vom Ausscheiden Berlins wird sich die DOG Berlin weiterhin aktiv in die Diskussion um eine deutsche Bewerbung einbringen und ihre Unterstützung für das gemeinsame nationale Ziel fortsetzen. Entscheidend bleibt, Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen und die damit verbundenen Chancen für Gesellschaft, Sport und Ehrenamt zu nutzen.
Zugleich wird die DOG Berlin ihre Kernaufgabe fortführen: die olympischen und paralympischen Werte in die Gesellschaft zu tragen. Fair Play, Teamgeist, Leistungsbereitschaft und Völkerverständigung sind gerade in Zeiten internationaler Krisen, gesellschaftlicher Spannungen und wachsender Polarisierung wichtiger denn je. Sie schaffen Orientierung, fördern Respekt und stärken den Zusammenhalt.
Die Vision einer bewegten Gesellschaft, in der Leistung Spaß macht, bleibt deshalb Leitmotiv des Handelns der DOG Berlin. Eine Gesellschaft, die sich bewegt – körperlich, sozial und geistig –, ist eine starke Gesellschaft. Dafür wird sich die Deutsche Olympische Gesellschaft Landesverband Berlin auch künftig mit voller Überzeugung einsetzen.
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